Das dvct Kompetenzmodell Trainer

Die 5 Kompetenzbereiche des dvct-Trainers:

  • Persönliche Kompetenz,
  • Handlungskompetenz,
  • Fachlich-methodische Kompetenzen,
  • Sozial-kommunikative Kompetenzen,
  • Feldkompetenz

 

Persönliche Kompetenz

Ein Trainer verfügt über Fähigkeiten, die ihm garantieren, reflektiert und selbstorganisiert zu handeln. Im engeren Sinne kann er sich selbst in seiner Tätigkeit als Trainer einschätzen und hat in diesem Rahmen Werthaltungen entwickelt, eigene Begabungen und Motive identifiziert und einen Leistungsvorsatz im Sinne seiner TeilnehmerInnen und seines Auftraggebers entfaltet.
In seinem Verhalten als Trainer zeigt er ein hohes Maß an Übereinstimmung von Einstellungen, Verhalten und Handeln. Als Trainer orientiert sich das Verhalten gegenüber TeilnehmerInnen und Auftraggebern an dem Wert der Einzigartigkeit der Person. Vor diesem Hintergrund entwickelt sich ein Trainer seiner Persönlichkeit weiter.

 

Handlungskompetenz

Ein Trainer ist in der Lage sein Handeln im Training auf eigene Emotionen, Motive, Werte sowie auf alle anderen Fähigkeiten, Erfahrungen und auch Kompetenzen, die seinen eigenen Willensantrieb im Training beeinflussen, zu überprüfen.
Ein Trainer zeigt Fähigkeiten, sein Handeln auf die TeilnehmerInnen, das Trainingsthema, das Lernziel, den Kontext der TeilnehmerInnen, die Ziele des beauftragenden Unternehmens und die damit verbundene Umsetzung auszurichten.
Im systemischen Kontext berücksichtigt er zusätzlich die Wechselwirkungen einer Veränderung innerhalb des Unternehmens bzw. der Organisation.

Fachlich-methodische Kompetenzen

Ein Trainer verfügt über Fähigkeiten, in der Gestaltung zielorientierter Trainings geistig und physisch selbstorganisiert zu handeln, d.h. er kann mit seinen fachlichen und methodischen Kenntnissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten am Lernziel orientiert Veränderung auslösen und begleiten.
Als Trainer kann er Wissen und Werte sinnorientiert einordnen und im Kontext eines Trainings bewerten.
In seiner Tätigkeit geht der Trainer methodisch selbstorganisiert und gestaltend vor. Methoden werden vom Trainer selbst kreativ weiter entwickelt und an die eigene Persönlichkeit im Sinne von Authentizität angepasst.

Sozial-kommunikative Kompetenzen

Ein Trainer setzt sich unvoreingenommen mit seinem Auftraggeber und dessen Kontext sowie seinen Teilnehmern und deren Kontext auseinander. Sein Verhalten ist sachgerecht und beziehungsorientiert. Er verhält sich dabei wertschätzend und respektvoll im Umgang mit TeilnehmerInnen und anderen im Prozess Training  beteiligten Personen.
Er nutzt seine Fähigkeiten, um einfühlend zuzuhören, eine Beziehung zu TeilnehmerInnen aufzubauen und angemessen zu interagieren. Der Trainer kennt die Bedeutung von gruppendynamischen Prozessen, erkennt Prozesse und nutzt das Ergebnis seiner Bewertung zur einfühlenden und flexiblen Gestaltung des Trainings. Hierzu gehört auch die Fähigkeit, Konflikte wahrzunehmen, sich diesen bewusst und selbstkritisch zu stellen, seinen Standpunkt darzulegen und im Sinne des Lernziels einen Konsens oder Kompromiss zu finden.

Feldkompetenz

Feldkompetenz besteht aus den spezifischen Sach- und Fachkenntnissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten, die durch Erfahrung in einem bestimmten Arbeit-/Tätigkeitsfeld erworben worden sind. Im Sinne des dvct bedeutet das, dass ein Trainer im thematischen Kontext seines Auftraggebers und seiner TeilnehmerInnen über grundlegendes Orientierungswissen verfügt und es im Sinne des Lernziels anwendet.
Je konkreter die Feldkompetenzen des Trainers im Zusammenhang zum Trainingsthema, zum (unternehmerischen) Kontext des Auftraggebers und im Kontext der TeilnehmerInnen  verfügbar sind, desto stärker kann ein Trainer von Anfang an im Bezugsrahmen des beauftragenden Unternehmens und seiner Trainings-TeilnehmerInnen agieren.

Der dvct

unterstützt Mitglieder, Organisationen und Personen aus Wirtschaft und Gesellschaft als Ansprech- und Kooperationspartner in den Themen Coaching und Training.