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Symposion "Mitgestalten"

Es scheint, als würde unsere Welt zunehmend in Unordnung geraten. Als würde Beliebigkeit Raum greifen, Werthaltungen nicht mehr zählen. Als würden Umgangston und Umgang rauer. Meinung steht gegen Meinung, die Kompromissbereitschaft kommt zunehmend abhanden. Vieles ist nicht mehr einordenbar und verunsichert: Meldungen der Presse oder Informationen aus dem Worldwideweb könnten manipuliert sein, ebenso politische Wahlergebnisse, politische Bündnisse, die uns Sicherheit gaben, werden grundsätzlich in Frage gestellt oder gar aufgekündigt, Erkenntnisse, die gestern noch galten, sind heute überholt, Populisten finden weltweit zunehmend Gehör …

Die Welt wird immer komplexer, die Lösungen einfacher. Aber passt das? Und wie können wir da unsere eigene Meinung bilden, wie Position beziehen und Gesellschaft mitgestalten? Der skizzierte Veränderungsprozess betrifft jede und jeden von uns. Sie betreffen das Miteinander unserer Zivilgesellschaft. Sich raushalten bedeutet anderen die Deutungshoheit zu überlassen und viele Werte preiszugeben.

Für die Würde jedes Individuums und für unsere freiheitliche (demokratische) Gesellschaft ist es unerlässlich, sich mit seiner Meinung einzubringen und gleichzeitig der Meinungsvielfalt Raum zu geben: ob virtuell oder ganz real von Angesicht zu Angesicht. Ob in Vereinen, der Politik, in der Schule, der Zivilgesellschaft oder am Arbeitsplatz. Es geht darum, unterschiedliche Standpunkte wertschätzend anzuhören, Positionen abzuwägen, konstruktiv und leidenschaftlich zu diskutieren, um Positionen zu ringen (mit uns selbst und mit anderen) und Position zu beziehen, authentisch und verantwortlich zu handeln und Beziehungen sowie Gesellschaft mitzugestalten.

Es erwarten Sie spannende Vorträge und Impulse zum Thema sowie eine Vielzahl von Workshops zu Theorie, Praxis und Austausch.

ReferentInnen (u.a.): Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Dr. Hans-Joachim Maaz, Prof. Dr. Heike Radvan, Frank Richter, Gina Schöler, Prof. Dr. Harald Welzer

Termin: 27. - 28.11.2018

Kontakt: Odenwald Institut