dvct-Fachtagung 2021: Positive Psychologie für Coachs und Trainer*innen

mit Prof. Dr. Nico Rose am 11. und 12. Januar in Göttingen


Die Positive Psychologie (PP) ist ein noch junger Bereich der akademischen und anwendungsorientierten Psychologie. Analog zur Salutogenese in der Medizin geht sie davon aus, dass ein „gutes Leben“ nicht allein durch die Abwesenheit von Krankheit und Störungen erklärt werden kann. Stattdessen geht die PP auf die Suche nach jenen positiven Phänomen, die „da“ sein müssen, damit Menschen ihr Leben als zufriedenstellend, sinnerfüllt und i.w.S. erfolgreich erleben.

Sie ruht auf fünf Säulen, die durch das Akronym PERMA zusammengefasst werden:
Positive Emotionen,
Engagement
Relationships (Beziehungen)
Meaning (Sinnerleben) 
Accomplishment (Zielerreichung)

Neben fachlichem Input bekommen Sie für Ihre Arbeit praktische Impulse, wie Sie Ihre eigene Umsetzungsstärke sowie die Ihrer Kund*innen noch nachhaltiger entwickeln können!

Nach einer Einführung in die Grundlagen der PP wird sich das Seminar anhand der PERMA-Struktur verschiedenen Themen und Werkzeigen widmen, die für Coachs und Trainer*innen besonders relevant sind, darunter das Broaden-and-Build-Prinzip, Job Crafting, Stärken erkennen und kultivieren, das What Went Well-Prinzip (WWW) und WOOP.  

Prof. Dr. Nico Rose ist Professor an der International School of Management (ISM) in Dortmund. Zuvor arbeite er im Vorstandsbereich Personal der Bertelsmann-Gruppe, zuletzt als Vice President für Employer Branding und Talent Acquisition. Seit 2008 ist er außerdem als Coach tätig. 2013/14 studierte Nico in Philadelphia angewandte Positive Psychologie, direkt bei Martin Seligman und einigen seiner engsten Mitstreiter. Weitere Informationen zu Prof. Dr. Nico Rose hier

Prof. Dr. Nico Rose hat 2019 bereits ein Online Seminar für dvct-Mitglieder gehalten: „Sinnerleben? Sinn erleben!“ - eine Aufzeichnung davon können Sie im Mitgliederbereich ansehen. 

Tickets und das Programm für die dvct-Fachtagung hier online

Nutzen Sie bei der Buchung bis zum 31. Oktober 2020 das Frühbucher-Angebot!

 

 


 

 

dvct-Fachtagung 13./14.1.2020 "Zeit für Umsetzungserfolge" - Rückblick

Das Zürcher Ressourcenmodell (ZRM)

Zwei Tage, an denen wirklich alles geboten wurde. Zwei top Referentinnen, die die Teilnehmer*innen in die Welt des Zürcher Ressourcen Modells ZRM® mitgenommen haben, tolle Gespräche unter Gleichgesinnten und das alles mit einer großen Portion Humor.

1. Tag: Dr. Maja Storch mit dem Thema „Machen Sie doch, was Sie wollen!“

Nach einer kurzen Begrüßung durch Vorstandsmitglied Sebastian Mauritz und der Vorstellung des vom dvct herausgebrachten Buches „Mehrwert schaffen durch Training und Coaching“ führte Frau Dr. Maja Storch die Teilnehmer*innen direkt ins „Wurmiversum“ und zu allem, was es für Umsetzungserfolge braucht.

Von den somatischen Markern, der Sprache unseres emotionalen Erfahrungsgedächtnisses zu dem wichtigen Punkt, dass Selbstmanagement aus zwei Komponenten besteht:

·         Selbstregulierung
·         Selbstkontrolle

Selbstregulierung führt uns ans Ziel, Selbstkontrolle endet eher in „Wurmwürgung“.

Eine wunderbare Mischung aus theoretischen Hintergründen der modernen Hirnforschung und einer praxistauglichen Darstellung, die alle anhand von Beispielen direkt miterleben und ausprobieren konnten. Somit beschlossen die Teilnehmer*innen den Tag reichlich beschenkt mit neuem Wissen und gleich drei neuen Methoden für den Werkzeugkoffer.

2. Tag: Dr. Julia Weber mit dem Thema „Motivieren mit Motto-Zielen aus dem Zürcher Ressourcenmodell (ZRM)“

Sebastian Mauritz nahm das Ende schon gleich zur Begrüßung vorweg: „Das ZRM® macht gute Laune.“ Stimmt, denn auch dieser Tag war ein gelungener Mix aus Theorie, Übungen, konkreten Methoden und es durfte wieder herzlich gelacht werden.

Frau Dr. Julia Weber zeigte anschaulich, wie Willenskraft entsteht und dass nicht jede Art der Zielformulierung unserer Umsatzstärke dienlich ist. Bevor es ganz konkret an die Arbeit mit Motto-Zielen ging, bekamen die Teilnehmer*innen einige sehr interessante Einblicke in diverse Studien und damit, wie unser Verstand arbeitet und Einflüssen unterliegt.

Die Arbeit mit Motto-Zielen erlebten die Teilnehmenden anhand eigener Ziele. So durchliefen sie selbst den Prozess dieser Methode und hatten am Ende ein eigenes Motto-Ziel, mit dem sie weiterarbeiten konnten.

Ein Ziel zu haben ist bekanntlich nur die halbe Miete und so stellte sich schnell die Frage „Wie geht es weiter, wie kann ich die Umsetzung sicherstellen?“. Auch dafür bekamen die Teilnehmenden von Frau Weber konkrete Mittel an die Hand, unter anderem die Methode des Primings. Da es nicht möglich ist, nicht geprimed zu werden, empfiehlt Frau Dr. Weber: „Prime dich selbst, sonst tut’s ein Anderer“. Es entstand ein kreativer Topf an Ideen, wie man sich Erinnerungshilfen für Motto-Ziel im Alltag schaffen.

So endete auch der zweite Tag mit vielen neuen Erkenntnissen, Wissen und Methoden, die direkt in die tägliche Arbeit integriert werden können. Es wurden fleißig Kontaktdaten getauscht, Verabredungen getroffen und auch der Wunsch nach einem weiteren Tag zum ZRM® geäußert.

Wer nicht dabei sein konnte und das ZRM® noch nicht kennt, kann es auf der Seite des Instituts für Selbstmanagement und Motivation Zürich gerne einmal ausprobieren: zrm.ch/OnlineTool.html 


Dr. Maja Storch

Dr. Maja Storch und das Zürcher Ressourcenmodell

Autorin zahlreicher Sachbücher sowie Inhaberin, Mitbegründerin und wissenschaftliche Leiterin des Instituts für Selbstmanagement und Motivation Zürich (ISMZ), eines Spin-offs der Universität Zürich.
Dr. Maja Storch


Thema: Machen Sie doch, was Sie wollen!

Dieser Vortrag zum Thema „Umsetzungserfolge“ widmet sich einem brisanten Phänomen: Oft erleidet man im Coaching oder im Training Schiffbruch, weil man davon ausgeht, daß Coachees das, was sie als Absicht bekanntgeben, auch wirklich umsetzen wollen. Das ist zwar manchmal tatsächlich der Fall, aber bei weitem nicht immer. Im Vortrag untersucht Dr. Maja Storch dieses Phänomen praxisnah, wissenschaftlich fundiert und trotzdem humorvoll. In einem interaktiven Teil üben die Teilnehmenden die Methode der Affektbilanz ein und haben Gelegenheit, in einem Expert*innenhearing Dr. Maja Storch an Ort und Stelle zu auftretenden Schwierigkeiten zu befragen.

Folgende Punkte werden besprochen:

  • das Motivationspsychologische Rubikon Modell
  • die Neurobiologie der Willenskraft
  • die Rolle von somatischen Markern für die Motivation
  • typische Motivkonflikte von Coachees
  • die Diagnostik von Motivkonflikten mit der Affektbilanz
  • Möglichkeiten der Intervention

Dr. Julia Weber

Dr. Julia Weber und das Zürcher Ressourcenmodell

Dr. Julia Weber ist Psychologin und Diplompädagogin, zertifizierte ZRM-Trainerin, ZRM-Ausbildungstrainerin, Autorin und Geschäftsführerin am Institut für Selbstmanagement und Motivation Zürich ISMZ.

Thema: Motivieren mit Motto-Zielen aus dem Zürcher Ressourcenmodell (ZRM)

Weichen bei einem Thema die Bewertungen des bewussten und unbewussten Systems voneinander ab, so ist das für die betroffenen Personen meist daran erkennbar, dass der Verstand zwar sagt „ja, dieses Thema ist wichtig und notwendig“, das Gefühl meist jedoch nicht so eine positive Bewertung abgibt. Für Motivation und die Stärkung der Nachhaltigkeit eines Themas ist es entscheidend, dass beide Systeme eine positive Bewertung abgeben und diese Systeme „synchronisiert“ werden. Diese Synchronisation findet in der Bildung eines Motto-Ziels statt. Dabei handelt es sich um eine neue Art von Zieltyp, der im Rahmen des Zürcher Ressourcen Modell von Maja Storch und Frank Krause entwickelt wurde. Motto-Ziele sind Ziele auf der Haltungsebene, die eine Einstellungsänderung zum Thema herbeiführen und dadurch u.a. Motivation, Zielbindung und Selbstwirksamkeit erhöhen. Motto-Ziele können im Sinne des Selbstmanagements zu allen Themen des menschlichen Lebens gebildet werden.

  • Die Seminarteilnehmenden bilden zu einem individuellen Thema Schritt für Schritt mit den Methoden des ZRM ein persönliches Motto-Ziel. Aktive Mitarbeit und der Vortrag von Maja Storch wird vorausgesetzt.
  • Sie verbessern Ihre Selbstmanagementkompetenzen
  • Sie bekommen den neuesten Wissensstand zu den Themen Motivation, Zielpsychologie und Selbstmanagement
  • Sie arbeiten an einem eigenen Thema und erleben, wie das bewusste und unbewusste System abgeglichen wird und ein Motto-Ziel wirkt
  • Sie erlernen neue (ZRM-)Methoden, die Sie direkt in Ihren Coachings anwenden können